MMM Nr. 2: Das Vortragskleid

Heute habe ich mein Vortragskleid an. Gelegentlich muss ich aus beruflichen Gründen kleine Vorträge oder Präsentationen halten. Ich mache das nicht gerne und versuche mich davor zu drücken, wo es nur geht. Bisher habe ich bei solchen Gelegenheiten, wenn sie sich denn nicht umgehen ließen, standardmäßig weiße Bluse und schwarze Hose getragen, meine „Verkleidung“ für diese Anlässe.

Kurz vor Weihnachten musste ich wieder einmal vor einer Gruppe von Studierenden reden. Da habe ich beschlossen, dass mir meine langjährige Verkleidung inzwischen zu blöd ist und ich unbedingt ein Vortragskleid brauche.

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Der Schnitt ist Simplicity 7051, beim MeMadeMittwoch schon von mehreren NäherInnen in vielen schönen Variationen präsentiert, und auch von mir schon einmal als Sommerkleid umgesetzt. Das Vortragskleid ist aus Romanitjersey, daher sehr bequem und bewegungsfreundlich. Das ist gut, denn ich neige, wenn ich doziere, zu ausufernden Gesten. Das Kleid ist ziemlich hingeschludert. Ich habe es werktags an drei Abenden genäht. Das ist für mich normalerweise nicht die passende Tageszeit zum Nähen, aber die Zeit war knapp und die Wochenenden ohnehin für das Weihnachtskleid reserviert. Die Innenseite ist dementsprechend die reinste Katastrophe. Aber von außen sieht es gut aus, das zählt.

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Den Reißverschluss im Rücken habe ich weggelassen. Stattdessen gibt’s zwei Knöpfe, damit mein Kopf durch den Ausschnitt passt und weil es hübsch aussieht.

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Das Kleid ist für meinen Geschmack ein bisschen kurz geraten. Ich habe noch einen Rest von dem Jersey und überlege, ob ich nicht einen Streifen ansetzen soll. Aber zu Änderungen an fertigen Kleidungsstücken kann ich mich grundsätzlich nur schwer aufraffen. Wahrscheinlich bleibt das Kleid also so wie es ist.

Die Fakten

Schnitt: Simplicity 7051
Stoff: grau-schwarz-melierter Romanitjersey
Nähdauer: drei Abende, insgesamt ca. 7-8 Stunden
Anpassungen/Änderungen: Kein Reißverschluss, dafür im Nacken eine kurze Knopfleiste mit zwei Knöpfen. Keine Belege, stattdessen am Halsausschnitt und am Ärmelsaum mit Schrägband (selbstgemacht aus gepunkteter Viskose) verstürzt.

Die Lichtverhältnisse um 7:00 Uhr morgens sind nicht gerade berauschend. Bzw. komme ich mit meiner digitalen Kamera (noch) nicht so gut zurecht, dass das keine Rolle spielen würde. (Manchmal sehne ich mich sehr nach meiner alten, analogen Yashica!) Mal sehen, wie die anderen MMM-TeilnehmerInnen mit der winterlichen Düsternis umgehen!

12 Gedanken zu „MMM Nr. 2: Das Vortragskleid

  1. Das Kleid ist so vile schöner als die klassische Hode-Bluse-Kombi. Und bestimmt auch viel gemütlicher. Da kann nichts aus dem Bund rausrutschen.
    LG
    Wiebke

  2. Lass mal, die Rocklänge ist ganz ok so. Kannst du dir gut leisten. Gefällt mir als Basic ausgesprochen gut! Viel Spaß damit!

  3. Oh, wie schön. Das steht dir sehr gut, so wie es ist.
    Ich will auch Kleider! Den Schnitt hab ich nun schon so oft gesehen und finde ihn toll. Bei einem Händler stand ‚Besonderheiten: Kurzgrößen‘. Nun bin ich verunsichert. Denn kurz bin ich nun nicht wirklich (1,74). Kannst du dazu was sagen?
    Mir gefällt, dass du die Fakten nochmal so zusammengefasst hast.

    LG U.

    • Der Schnitt enthält normale Größen – mit den Angaben, wie man diese auf Kurzgrößen modifizieren kann. Auf jeden Fall ist es nicht schwierig, den Rockteil in A-Linie ein paar Zentimenter zu verlängern, wenn das nötig sein sollte. Überhaupt ist der Schnitt recht unkompliziert zu nähen. Ich kann ihn nur empfehlen, auch für weniger Geübte.
      Liebe Grüße,
      Langsam nähen

      • Dann steht dem ja nichts mehr im Weg. Eine explizite Kurzgröße hätte ich eher nicht gekauft.

        Danke für die Info
        U.

  4. Pingback: MMM in Regengrau | Langsam nähen

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