MMM in Leinenhose

Zum letzten Mittwochstermin vor der Sommerpause eine schwarze Leinenhose und ein Sorbetto von Colette Patterns.

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Das Sorbetto habe ich schon vor einem Jahr genäht. Die Hose ist am letzten Wochenende entstanden. Es handelt sich um einen Schnitt von Zwischenmass, Hose Nr. 630001. Die Hose ist am Bein weit geschnitten, hat einen relativ hohen Bund und kleine Taschen.

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Geschlossen wird sie mit einem nahtverdeckten Reißverschluss an der Seite.

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Weil vor der MMM-Sommerpause leider der Sommer Pause macht, braucht es heute eine Strickjacke (gekauft).

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Zum MeMadeMittwoch und den anderen Frauen in schöner, selbstgemachter Kleidung geht es hier entlang. Und hier kommen die Fakten zur Hose.

Die Fakten
Schnitt: Zwischenmass Hose Nr. 630001
Stoff: schwarzes Leinen und ein Rest Futterstoff für die inneren Taschenbeutel
Änderungen/Anpassungen: Zwischenmass gibt die Größen nach dem Hüftumfang an. Ich habe Größe HU 109 gewählt, die Abnäher rundherum geringfügig mehr eingelegt – und die Hose passt perfekt! Außerdem habe ich etwas Weite in den Beinen herausgenommen (ca. 8 cm/Bein) und den Reißverschluss (planmäßig hinten) in die Seite verlegt.
Die Anleitungen zum Schnitt sind leider sehr dürftig. So war mir zum Beispiel nicht ganz klar, wie man die Taschen und die vorderen Abnäher, die zur Mitte ineinander übergehen, näht. Ich hab das nach einigem Herumprobieren so einigermaßen hinbekommen, zumindest schaut es richtig aus. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass die hinteren Hosenteile an den inneren Oberschenkeln unter Dampf gedehnt werden sollten. Wer das aber nicht tut, erlebt beim Aneinanderfügen der Passmarken von Vorder- und Hinterteil eine unangenehme Überraschung. Das Schnittmuster ist also nur zu empfehlen, wenn man schon etwas Erfahrung mit Hosen hat. Dann ist es allerdings ein sehr hübscher Schnitt!
Nähdauer: ca. 6 Stunden inkl. Schnitt kopieren und zuschneiden.

MMM im 30°-im-Schatten-Kleid

Heute trage ich ein einfaches, luftiges Kleid aus Leinen nach Modell 14 „Jewelry“ aus der Ottobre 2/2013.

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Das Kleid ist Teil Nr. 2 aus der Reihe „Drei Sommerkleider aus vorrätigen Stoffen nähen“ (Teil Nr. 1 hier). Ich habe es am Sonntag Abend fertiggestellt, und seither wird es fast ständig getragen, weil es bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen einfach unschlagbar angenehm ist.

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Der Schnitt ist unspektakulär, aber sehr schön. Mir gefällt die Abnäherlösung: Die verlaufen nämlich vom Armausschnitt schräg nach unten.

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Hinten hat das Kleid eine Taillennaht und kleine Abnäher am Halsauschnitt. Solche Abnäher waren bei Kleiderschnitten früher weit verbreitet und sind jedoch anscheinend aus der Mode gekommen. Viele Ottobre-Schnitte haben sie aber. Ich mag dieses Detail sehr gern, weil mir die hinteren Halsauschnitte oft zu weit sind und unschön abstehen. Mit den kleinen Abnähern ist dieses Problem behoben!

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Ein weiterer Vorzug des Schnittes ist der geringe Stoffverbrauch. Von dem hochwertigen, graulila Leinen hatte ich nämlich nur ein Reststück von ca. 1,40 m Länge, noch dazu krumm und schief abgeschnitten. Für das Kleid sind aber nur knapp 1,10 m Stoff nötig. Gefüttert habe ich mit einem ganz feinen, voileartigen Leinen, auch aus dem Stoffvorrat.

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Die Fotos sind heute morgen im dunstverhangenen Garten entstanden. Wenige Minuten später kam die Sonne durch und es wurde heiß. Was die anderen MeMade-Frauen bei diesen Temperaturen tragen, gibt es wie immer mittwochs hier zu sehen.

Die Fakten
Schnitt: Modell 14 „Jewelry“ aus Ottobre 2/2013

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Stoffe: Oberstoff glatter, graulila Leinen aus Oberösterreich; Futter weicher Leinenvoile in Braun-Weiß-Melange.
Änderungen/Anpassungen: Ich habe das Vorderteil in Gr. 44 und die Rückenteile in Gr. 42 (Edit: Ich habe einen schmalen Rücken!) zugeschnitten – das passt sehr gut! In der Länge habe ich 3 cm zugegeben und trotzdem ist das Kleid für meinen Geschmack etwas kurz. Obwohl ich mit 1,68 m keine Riesin bin.
Nähdauer: inkl. Schnitt kopieren und zuschneiden ca. 6 Stunden.

Burda-Kleid in Petrol

Das Kleid ist Modell 133B aus Burda 1/2013, ein Plus-Größen-Schnitt, und Teil 1 meines Projektes „Drei Sommerkleider aus vorhandenen Stoffen nähen“.

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Das Kleid ist mir schon im Jänner beim ersten Durchblättern des Heftes aufgefallen – wegen der ungewöhnlichen Lösung für die Brustabnäher. Die gehen nämlich von der Mittelnaht des Oberteiles aus, nicht wie üblich von den Seitennähten, sodass sich (falls passgenau gearbeitet wurde) über der Brust eine kurze waagrechte Naht ergibt. Auf den Tragefotos ist das nicht zu erkennen, aber hier:

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Im Jänner habe ich diesen Schnitt wieder verworfen – zu unvorteilhaft und die Abnäherlösung funktioniert sicher nicht! Aber in Erinnerung geblieben ist er mir, denn als ich jetzt nach Sommerkleidern zum Reinschlüpfen, also ohne Verschluss, gesucht habe, ist er mir gleich wieder eingefallen. Umgesetzt habe ich das Nähprojekt dann mit einem echten Ladenhüter aus meinem Stoffvorrat: einer Baumwollpopeline in Apfelgrün! Keine Ahnung, was ich mir damals gedacht habe, als ich den Stoff kaufte.

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Das Kleid sollte gefüttert werden (zumindest das Oberteil), sonst funktioniert die Ausschnittlösung nicht. Laut Originalschnittmuster wird der Oberstoff auch als Futter verwendet. Dafür hat die Popeline nicht gereicht, aber ich hatte noch weißen Baumwollvoile im Vorrat. Mir war schon vorher klar, dass ich diese grün-weiße Kombination (siehe Bild oben) sicher niemals anziehen würde. Deshalb war ein Färbebad eingeplant. Das ganze Kleid wurde daher mit weißem Baumwollgarn genäht, das sich mitfärben lässt. Das fertige Stück wurde dunkelgrün gefärbt. Herausgekommen ist eine Art Petrol, allerdings doch etwas grüner als es auf den Fotos aussieht.

Ein Figurschmeichler ist der Schnitt nicht und die doch etwas steife Popeline tut noch das ihre dazu, dass das Kleid eher voluminös wirkt. Aber es ist sehr bequem und ich könnte mir vorstellen, dass das Kleid sich aus einem weicher fallenden Stoff zu einem echten Lieblingsteil entwickeln könnte. Vielleicht nähe ich noch eines aus Leinen!

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Die Fakten
Schnittmuster:
Modell 133B aus Burda 1/2013

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Stoff: apfelgrüne Baumwollpopeline und weißer Baumwollvoile, dunkelgrün gefärbt
Anpassungen/Änderungen: genäht in Größe 44; Oberteil um 1 cm verlängert; Ärmel gekürzt.
Nähdauer:  etwa 6 Stunden (inkl. Schnitt kopieren und zuschneiden, ohne färben)

MMM und nur ein Shirt

Zu viel Arbeit, zu viel Regen und zu wenig Zeit zum Nähen in den letzten Wochen. Das einzige, was ich zustande gebracht habe, ist dieses Shirt mit Wasserfallkragen.

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Seit mehr als einem Jahr träume ich von einem Shirt mit Wasserfallkragen und habe auch mehrere Versuche, eines zu nähen, unternommen. Mit wenig Erfolg: Die Stücke landeten umgehend in der Mülltonne. Auch mit diesem Exemplar nach Burda 3/2013 – Modell 128 hatte ich meine liebe Note. In weiser Voraussicht ohnehin schon eine Größe kleiner zugeschnitten als meine übliche Burda-Größe hätte das fertige Shirt trotzdem eher einer Sumo-Ringerin gepasst: rundherum viel zu weit, zu lang und die Armlöcher reichten fast bis zur Taille! Für den nächsten Versuch habe ich ungefähr in der Mitte der Armlöcher gut 5 cm Länge herausgenommen, sowohl Vorderteil als auch Rücken um etwa 3 cm verschmälert. Jetzt passt es in der Länge ganz gut, bei der Weite hätte ich noch mehr rausnehmen können. Immerhin sitzen die Armausschnitte unter der Achsel, wo sie hingehören.

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Heute trage ich das Shirt mit Rock Norma Nr. 1 (Ottobre 5/2010) aus leichtem Jeansstoff in Schwarz. Die Morgensonne ist vielversprechend. Vielleicht kriegen wir doch noch so etwas wie Sommer!

Mehr MeMade-Damen (mit Sonne oder nicht) gibt es wie immer mittwochs >hier!