Burda-Kleid in Petrol

Das Kleid ist Modell 133B aus Burda 1/2013, ein Plus-Größen-Schnitt, und Teil 1 meines Projektes „Drei Sommerkleider aus vorhandenen Stoffen nähen“.

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Das Kleid ist mir schon im Jänner beim ersten Durchblättern des Heftes aufgefallen – wegen der ungewöhnlichen Lösung für die Brustabnäher. Die gehen nämlich von der Mittelnaht des Oberteiles aus, nicht wie üblich von den Seitennähten, sodass sich (falls passgenau gearbeitet wurde) über der Brust eine kurze waagrechte Naht ergibt. Auf den Tragefotos ist das nicht zu erkennen, aber hier:

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Im Jänner habe ich diesen Schnitt wieder verworfen – zu unvorteilhaft und die Abnäherlösung funktioniert sicher nicht! Aber in Erinnerung geblieben ist er mir, denn als ich jetzt nach Sommerkleidern zum Reinschlüpfen, also ohne Verschluss, gesucht habe, ist er mir gleich wieder eingefallen. Umgesetzt habe ich das Nähprojekt dann mit einem echten Ladenhüter aus meinem Stoffvorrat: einer Baumwollpopeline in Apfelgrün! Keine Ahnung, was ich mir damals gedacht habe, als ich den Stoff kaufte.

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Das Kleid sollte gefüttert werden (zumindest das Oberteil), sonst funktioniert die Ausschnittlösung nicht. Laut Originalschnittmuster wird der Oberstoff auch als Futter verwendet. Dafür hat die Popeline nicht gereicht, aber ich hatte noch weißen Baumwollvoile im Vorrat. Mir war schon vorher klar, dass ich diese grün-weiße Kombination (siehe Bild oben) sicher niemals anziehen würde. Deshalb war ein Färbebad eingeplant. Das ganze Kleid wurde daher mit weißem Baumwollgarn genäht, das sich mitfärben lässt. Das fertige Stück wurde dunkelgrün gefärbt. Herausgekommen ist eine Art Petrol, allerdings doch etwas grüner als es auf den Fotos aussieht.

Ein Figurschmeichler ist der Schnitt nicht und die doch etwas steife Popeline tut noch das ihre dazu, dass das Kleid eher voluminös wirkt. Aber es ist sehr bequem und ich könnte mir vorstellen, dass das Kleid sich aus einem weicher fallenden Stoff zu einem echten Lieblingsteil entwickeln könnte. Vielleicht nähe ich noch eines aus Leinen!

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Die Fakten
Schnittmuster:
Modell 133B aus Burda 1/2013

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Stoff: apfelgrüne Baumwollpopeline und weißer Baumwollvoile, dunkelgrün gefärbt
Anpassungen/Änderungen: genäht in Größe 44; Oberteil um 1 cm verlängert; Ärmel gekürzt.
Nähdauer:  etwa 6 Stunden (inkl. Schnitt kopieren und zuschneiden, ohne färben)

2 Gedanken zu „Burda-Kleid in Petrol

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