Noch langsamer

langsamlangsamer„Du hast schon lange nichts mehr genäht“, sagte meine Tochter neulich. Und wirklich ist in den letzten Wochen wenig entstanden. Mein Nähtempo – ohnehin nie sehr hoch – hat sich noch weiter reduziert und dieser Blog müsste eigentlich inzwischen „Noch langsamer nähen“ heißen.

Anstatt zu nähen, habe ich viel über das Nähen nachgedacht. Selbst in den langen Hitzephasen dieses Sommers hatte ich immer genug luftige und schöne Sommerkleider zur Verfügung, ohne dass ich andauernd waschen und bügeln musste. Ja, obwohl es ausreichend Gelegenheit zum Tragen von Sommerkleidern gab, kamen eines oder zwei davon nur maximal einmal zum Einsatz. Wenn ich also ehrlich zu mir bin, ist mein Schrank inzwischen voll genug. Ich könnte mich darauf beschränken, zu ergänzen, was wirklich noch fehlt (ein Wintermantel zum Beispiel), oder schäbig gewordene Stücke zu ersetzen.

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Ich bin mir noch nicht sicher, was diese Erkenntnis bedeutet. Ich weiß nur, dass ich keinen überquellenden Kleiderschrank haben will – und seien die Kleider noch so schön. Weniger, aber gezielter zu nähen, das wäre eine Möglichkeit. Anspruchsvollere Kleidungsstücke zu nähen, könnte eine andere sein.

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Das Kleid auf den Bildern ist übrigens Vogue 8764 – ein schlichter und schnörkelloser Schnitt, der mich begeistert. Erstmals habe ich einen Schnitt benützt, der mehrere Cup-Größen anbietet. Ich war angenehm überrascht, wie gut das funktioniert: Cup D passt perfekt und ein FBA war damit nicht mehr nötig.

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Die Fakten
Schnitt: Vogue 8764 – Very Easy Vogue
Stoffe: Geblümte Mousseline von Liberty, vollständig gefüttert mit cremefarbenen Baumwoll-Voile.
Anpassungen/Änderungen: Ich habe Größe 16 mit Cup-Größe D genäht und das Kleid passt gut. Nur der Ausschnitt war zu weit. Deshalb habe ich hinten links und rechts kleine, schräg laufende Abnäher eingefügt. Dadurch sitzt das Kleid am Nacken besser und der Halsausschnitt wurde etwas kleiner. Beim nächsten Mal (das wird es sicher geben!) werde ich den Ausschnitt aber noch schmäler machen. Den Reißverschluss habe ich (wie meistens) vom Rücken in die Seite verlegt.
Nähdauer: Keine Ahnung – viele Mini-Sitzungen im August, wann immer es nicht zu heiß war.

2 Gedanken zu „Noch langsamer

  1. Auch meine Gedanken kreisen um dieses Thema. Im Kleiderschrank findet sich genug Kleidung. Auch ich schwanke zwischen „nur noch wenig nähen“ oder „ganz langsam und sorgfältig nähen“. Kleidung herzustellen und sie dann nicht oder nur sehr selten tragen, dass gefällt mir nämlich gar nicht.
    Gruß Mema

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