Gestrickt: Freyja Sweater

Der Frühling kommt! Der Garten steht quasi in den Startlöchern, die Vögel sind schon ganz aufgeregt. Und ich habe mir einen Frühlingspullover gestrickt.

langsamnaehen_freiya0217xp234fgx_1Freyja Sweater ist ein Strickmuster von Courtney Kelley, das über Ravelry gratis zum Download verfügbar ist.  Ich mag die hübsche, aber nicht zu üppige Fair-Isle-Passe.

langsamnaehen_freiya0217xp5630gx_2Der Sweater ist in einem Stück gestrickt, lediglich unter der Achsel muss ein kleines Stück genäht werden. Ich verabscheue das Zusammennähen von Strickstücken aus tiefster Seele; deshalb bevorzuge ich Teile, die in einem Stück zu stricken sind – auch wenn Anpassungen dabei viel schwieriger sind.

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Der Pullover sitzt körpernah. Er wird durch Ab- und Zunahmen an der Seite leicht tailliert. Im Rücken werden unterhalb der Musterpasse verkürzte Reihen eingefügt, damit der Ausschnitt hinten höher sitzt als vorn.

langsamnaehen_freiya0217_xfg334gf_6Die Fakten
Strickmuster: Freyja Sweater von Courtney Kelley über Ravelry
Garn: Drops Flora (65% Wolle, 35% Alpaca) in Farbe Beige Mix (Hauptfarbe) sowie Koralle, Gelb, Grün und Jeansblau.
Größe: 36
Änderungen/Anpassungen: Ich habe ca. 2cm Länge zugegeben. Außerdem habe ich die Bündchen in Rippen- statt Perlmuster gestrickt, allerdings weniger aus Präferenz als wegen schlampigen Lesens der Anleitung.

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Streifenshirts

Lohnt es sich, Shirts selber zu nähen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich Streifenshirts sehr gern mag und einen hübschen Streifenjersey einfach mitnehmen muss, wenn ich einen finde.

langsamnaehen_streifenshirtws_ffxh1Das Schnittmuster ist aus einem älteren Ottobre-Magazin; der Jersey ist aus Baumwolle.

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Die Ärmelbündchen sind eher unfreiwillig entstanden: Ich habe übersehen, dass das Schnittmuster 3/4-Ärmel vorsieht. Um die fehlende Länge auszugleichen, habe ich die Bündchen angefügt. Sie haben mir dann so gut gefallen, dass ich sie beim zweiten Shirt übernommen habe.

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Das selbe Schnittmuster, etwas festerer Jersey aus Biobaumwolle. Ich mag den gerundeten Saum; er ist mit der Zwillingsnadel genäht.

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Die Fakten
Schnittmuster: Mod. 1 aus Ottobre-Magazin 2/2013

ottobre22013_shirtStoffe: zwei verschiedene Baumwolljerseys
Größe: 36
Änderungen: Der Ausschnitt des Shirts ist eher breit, daher habe ich ihn etwas schmäler zugeschnitten. Ich habe Bündchen am Ärmel hinzugefügt und so die 3/4-Ärmel auf Langarm verlängert. Die Brusttasche habe ich weggelassen; ich mag Brusttaschen nicht besonders.
Fazit: Wenn der nächste Streifenjersey meinen Weg kreuzt, nähe ich wahrscheinlich wieder eines.

Klassische Hemdbluse in Schwarz

Eine klassische Hemdbluse habe ich bisher noch nicht genäht. Blusen mochte ich sowieso nicht besonders: Sie sind unbequem, sitzen schlecht und nur allzu oft klaffen sie rund um die Oberweite. Deshalb gab es keine Veranlassung, mich mit Kragen und Kragensteg, mit Ärmelschlitzen und Manschetten herumzuplagen.

In den vergangenen Monaten habe ich mir eine oder zwei Blusen gekauft, einfach weil sie mir gefielen. Erstaunlicherweise sitzen sie gar nicht so übel und ich trage sie ab und zu ganz gern. Zeit also, sich der Herausforderung zu stellen und eine Hemdbluse zu nähen.

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Das Schnittmuster ist aus einem älteren Ottobre-Magazin, Ausgabe 2/2006 Modell Nr. 5. Es ist ein schlichter Schnitt mit drei Abnähervarianten: Brustabnäher, senkrechte Taillenabnäher vorn und ebenso hinten. Ich wollte einen eher losen Sitz und habe nur die Brustabnäher übernommen. Der Kragen hat einen Kragensteg, die Ärmelschlitze haben Patten in Dreicksform und die Manschetten werden mit zwei Knöpfen geschlossen.

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Am Rücken hat die Bluse keine Passe; es wäre aber nicht schwierig, eine Passe zu konstruieren und einzufügen.

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Alle Nähte sind als französische Nähte ausgeführt. Auch die Ärmel sind mit einer französischen Naht eingesetzt. Das ergibt eine saubere Innenansicht. Für die Details wie Kragen, Ärmelschlitz und französische Nähte habe ich auf andere Ressourcen zurückgegriffen, denn die Anleitungen im Ottobre-Heft waren eher dürftig.

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Insgesamt sind alle diese Details nicht schwierig zu nähen, man muss nur sehr präzise bügeln und nähen. Leider ist beides nicht meine Stärke. Erschwert habe ich mir die Aufgabe noch durch die Stoffwahl: Eigentlich hatte ich schwarzen Baumwollbatist bestellt, aber als der Stoff ankam, enthielt er mehr Kunstfaser als Baumwolle. Für ein Probestück egal, dachte ich. Nur hat sich der Stoff als echtes Monster entpuppt: stark fasernd, schwer bügelbar, elektrisch aufgeladen und ein echter Fussel- und Staubfänger. Ich bezweifle, dass ich diese Bluse oft tragen werde.

Die Fakten
Schnittmuster: Modell Nr. 5 aus Ottobre 2/2006

langsamnaehen_ottobre22006_ccvxfxStoff: schwarzer Batist aus 65% Polyester und 35% Baumwolle
Größe: 38
Zubehör: Nähgarn, 11 kleine Knöpfe
Änderungen/Anpassungen: Die Taillenabnäher weggelassen; Schultern um ca. 1 cm verschmälert; Ärmel um 1, 5 cm verkürzt.
Dazu gelernt: Kragen mit Kragensteg; Ärmelschlitze; Knöpfeannähen mit der Maschine.
Fazit: Guter Schnitt, schlechte Stoffwahl. Die zweite Version aus reiner Baumwolle ist bereits in Arbeit.