Rock mit Gummibund

Easy, d.h. einfach zu nähen und einfach anzuziehen – so wird dieses New Look-Schnittmuster auf der Website beworben. Und das stimmt.

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Der Rock hat vorn einen flachen Bund, an den das Rockteil angekräuselt wird. Hinten ist im Bund ein Gummiband eingezogen. Das sieht in der Rückenansicht nicht besonders gut aus; mit Gürtel ist das aber kein Problem.

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Der Rock hat Taschen – und zwar wirklich gut konstruierte Taschen. Die Beutel hängen nicht einfach lose an der Innenseite des Kleidungsstücks (wie bei diesem Kleid), sondern werden im vordern Bund mitgefasst. Dadurch liegen sie flach und immer richtig. Form und Größe der Taschenbeutel sind außerdem sehr angenehm. Und verführen dazu, ständig die Hände hineinzustecken – wie man sieht.

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Mein Stoff ist ein billiger Polyestercrepe von Buttinette. Er war nicht einfach zu vernähen, wollte sich nur schwer in die Form des Kleidungsstücks fügen. Der fertige Rock ist aber ganz angenehm zu tragen. Trotzdem werde ich diese Stoffqualität in Zukunft meiden.

Das Schnittmuster kommt in zwei Längen, doch selbst die kürzere Variante reichte bei meiner Durchschnittsgröße von 1,68m deutlich übers Knie. Das ist eine Rocklänge, die mir an anderen ab und zu durchaus gefällt, mir selbst aber gar nicht steht. Deshalb habe ich den Rock um etwa 15 cm gekürzt.

Von vorn ist der Bund auch ohne Gürtel ganz ansehnlich. Die schwarze Bluse ist übrigens Modell Nr. 5 aus Ottobre 2/2006.

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Die Fakten
Schnittmuster: Modell 41-43 aus Meine Nähmode 2/2017, entspricht New Look 6437
Größe: 38
Stoff: Crepe aus 100% Polyester
Zubehör: Nähgarn, Gummiband 3 cm breit.
Änderungen/Anpassungen: Rocklänge um ca. 15 cm gekürzt.
Fazit: Bequemer und praktischer Rock. Der Gummizugbund an der Rückseite ist aber kein optisches Highlight.

Die Schürze

Gestern habe ich eine Schürze genäht.

Als ich noch jung und dumm war, hielt ich Schürzen für altmodisch und überflüssig. Heute bin ich alt und weise und verwende, nachdem ich einige Kleidungsstücke wegen bleibender Flecken entsorgen musste, immer eine Schürze, wenn ich koche. Ich habe sogar eine Lieblingsschürze: Sie stammt ursprünglich von Ikea, ist inzwischen mehr als 15 Jahre alt und bedeckt meine Vorderseite komfortabel vom Halsausschnitt bis zum Knie. Seit mehreren Jahren will ich diese Schürze kopieren, konnte mich aber nicht dazu aufraffen.
Bis gestern …

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Offenbar habe ich mir das viel zu umständlich vorgestellt: Ich dachte, ich müsste von der Originalschürze ein Schnittmuster abzeichnen. Gar nicht nötig! Einfach Stoff und Schürze im Bruch falten, die gefaltete Schürze auf den Stoff legen und drumherum mit einer großzügigen Saumzugabe zuschneiden.

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Schürze und Bänder sind aus zwei verschiedenen Baumwollstoffen. Die Bindebänder sind jeweils 110 cm lang, das Band um den Nacken ist 54 cm; in allen Längen sind jeweils 5 cm Untertritt zum Befestigen an der Schürze enthalten. Die zugeschnittene Breite ist 8 cm; die Bänder werden 2x gefaltet und sind dadurch am Ende ca. 2,5 cm breit.

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Fazit: Keine Hexerei! In weniger als einer Stunde war die Schürze fertig.

Ginger als Shorts

Noch einmal Ginger Jeans! Für den Urlaub wollte ich weiße Shorts haben. Dafür müsste das Schnittmuster doch gut geeignet sein, war meine Überlegung. Und tatsächlich funktionieren die Ginger Jeans auch gut als Shorts!

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Die Beine habe ich auf eine Länge knapp über dem Knie gekürzt. Ansonsten habe ich das bereits bei den vorigen Modellen angepasste Schnittmuster ohne weiter Änderungen übernommen.

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Der weiße Stretchdenim ist das gleiche Material wie das für meine roten Jeans und genauso dehnbar und bequem. Mehrere Personen haben mich während des Nähprozesses darauf aufmerksam gemacht, dass weiß keine optimale Farbe für Hosen sei. Ich möchte dem widersprechen: Natürlich bleiben weiße Shorts nicht lange blütenrein, aber eine gewisse Patina macht weiße Hosen erst wirklich edel.

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Die Shorts haben sich jedenfalls bereits auf Reisen bewährt und werden, sollten sie einmal (in hoffentlich ferner Zukunft) unansehnlich werden, ganz sicher ersetzt!

Die Fakten
Schnittmuster: Ginger Skinny Jeans von Closet Case Patterns (schon wieder!)
Größe: 8-10
Stoff: Stretchdenim aus Baumwolle mit Polyester und Elasthan in Weiß
Zubehör: Weißes Nähgarn, ein Reißverschluss (8 cm), ein Jeansknopf zum Einschlagen, Bügeleinlage für den Bund.
Änderungen/Anpassungen: Die Passformänderungen wie bei meinen anderen Ginger Jeans (hier beschrieben). Die Beine gekürzt auf ca. 26 cm (innere Beinlänge).
Fazit: Ginger macht sich auch als Shorts gut. Ich empfehle das Schnittmuster aus voller Überzeugung!

Shirt: Mod. „Linnea“ aus Ottobre 2/2010, recycled aus diesem Kleid.
Fotos:
Herr L.
Location: Torri del Benaco am Gardasee

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Jerseykleid fürs Reisen

Für längere Autofahrten, besonders bei höheren Temperaturen, haben sich Jerseykleider außerordentlich bewährt. Nichts engt ein, das Knittern hält sich in Grenzen und wenn man aus dem Auto steigt, sieht man in der Regel immer noch ganz passabel aus. Mein neuestes Reisekleid ist aufgrund der Farbe und des simplen Schnittes sehr, sehr langweilig, aber gerade deshalb ungemein praktisch.

Das Schnittmuster ist „Twig“, Modell Nr. 1 aus Ottobre 2/2015, im Original mit langen Ärmeln. Das Kleid ist eher lose geschnitten und hat überhaupt keine interessanten Details – außer die kleinen Taschen mit halbrunden Tascheneingriffen (siehe Bild unten).

Das Kleid fällt weiter als ich das nach der technischen Zeichnung und der Umsetzung im Heft vermutet hätte. Außerdem ist es sehr kurz: Ich habe 3 cm am Saum zugegeben und finde es noch immer grenzwertig.

So sehr ich Taschen an Kleidungsstücken schätze, bei „Twig“ sind sie leider nicht gelungen: Die Taschenbeutel hängen innen lose und tragen daher an einer ungünstigen Stelle ziemlich auf.

Getragen wird das braune „Twig“ trotzdem: Es ist zwar schlicht, aber unschlagbar komfortabel. Und mit ein paar Accessoires lässt es sich einfach aufwerten – z.B. mit Kimonojacke und edlem Schuhwerk.

Die Fakten
Schnittmuster: „Twig“, Modell Nr. 1 aus Ottobre-Magazin 2/2015


Größe: 38
Stoff: Baumwolljersey in Graubraun.
Zubehör: braunes Nähgarn, Seidenbändchen zur Stabilisierung der Schulternähte.
Änderungen: Die langen Ärmel des Schnittmusters habe ich gekürzt. Außerdem wurde das Kleid um 3 cm verlängert.
Nähdauer: ca. 2 Stunden.
Fazit: Schnell genäht, schlicht und praktisch. Sollte ich das Kleid noch einmal nähen, würde ich die Taschen weglassen oder eine andere Taschenlösung wählen.