Jerseykleid fürs Reisen

Für längere Autofahrten, besonders bei höheren Temperaturen, haben sich Jerseykleider außerordentlich bewährt. Nichts engt ein, das Knittern hält sich in Grenzen und wenn man aus dem Auto steigt, sieht man in der Regel immer noch ganz passabel aus. Mein neuestes Reisekleid ist aufgrund der Farbe und des simplen Schnittes sehr, sehr langweilig, aber gerade deshalb ungemein praktisch.

Das Schnittmuster ist „Twig“, Modell Nr. 1 aus Ottobre 2/2015, im Original mit langen Ärmeln. Das Kleid ist eher lose geschnitten und hat überhaupt keine interessanten Details – außer die kleinen Taschen mit halbrunden Tascheneingriffen (siehe Bild unten).

Das Kleid fällt weiter als ich das nach der technischen Zeichnung und der Umsetzung im Heft vermutet hätte. Außerdem ist es sehr kurz: Ich habe 3 cm am Saum zugegeben und finde es noch immer grenzwertig.

So sehr ich Taschen an Kleidungsstücken schätze, bei „Twig“ sind sie leider nicht gelungen: Die Taschenbeutel hängen innen lose und tragen daher an einer ungünstigen Stelle ziemlich auf.

Getragen wird das braune „Twig“ trotzdem: Es ist zwar schlicht, aber unschlagbar komfortabel. Und mit ein paar Accessoires lässt es sich einfach aufwerten – z.B. mit Kimonojacke und edlem Schuhwerk.

Die Fakten
Schnittmuster: „Twig“, Modell Nr. 1 aus Ottobre-Magazin 2/2015


Größe: 38
Stoff: Baumwolljersey in Graubraun.
Zubehör: braunes Nähgarn, Seidenbändchen zur Stabilisierung der Schulternähte.
Änderungen: Die langen Ärmel des Schnittmusters habe ich gekürzt. Außerdem wurde das Kleid um 3 cm verlängert.
Nähdauer: ca. 2 Stunden.
Fazit: Schnell genäht, schlicht und praktisch. Sollte ich das Kleid noch einmal nähen, würde ich die Taschen weglassen oder eine andere Taschenlösung wählen.