Alles in eine Richtung

In den letzten Wochen war es viel zu heiß, um sich Gedanken über Kleidung zu machen – und erst recht um sich an die Nähmaschine zu setzen. Alles, wozu ich im Stande war, war hier und da eine Naht an einem kleinen Patchworkprojekt.

Ausgangspunkt meiner Patchwork-Versuche ist meistens das Bild eines schönen Quilts, das ich auf einem Blog oder auf Instagram finde. Davon ausgehend versuche ich dahinter zu kommen, wie das Muster aufgebaut ist und wie es genäht werden kann. Das bedeutet natürlich auch ein bisschen probenähen – mit dem einen oder anderen Fehlschlag. Ich entscheide mich bewusst dafür, ohne Anleitung zu arbeiten, denn das Experimentieren ist der halbe Spaß.

So ist auch der neue Überzug für ein Sofakissen entstanden. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Muster zuerst gesehen habe. Die Stoffe sind Reste von diversen Projekten, z.B. Mademoiselles Dirndl oder meine Hemdbluse, und ein altes Hemd von Herrn L. (hellgraue Teile).

Der Kissenüberzug hat kein Padding; ich habe nur die gepatchte Vorderseite mit Baumwollstoff gefüttert. Im Nachhinein betrachtet wäre ein dünnes Padding kein Fehler gewesen. Es hätte dem ganzen Kissen ein bisschen mehr Struktur und Halt gegeben.

Die Rückseite ist aus einem etwas festeren Wollstoff in Hellgrau mit feinen hellen Streifen. Geschlossen wird der Überzug mit drei grauen Knöpfen.