Endlich wieder laufen

Fast zwei Monate habe ich wegen einer Eisenmangel-Anämie pausiert. Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung und keinerlei Ausdauer machten das Laufen zur Qual. Seit ein paar Wochen nehme ich Eisen-Supplemente – und langsam, langsam kommen Kraft und Ausdauer zurück.

Waldweg im HerbstDabei ist das Laufen im Herbst herrlich! Die Temperaturen sind angenehmer als in Sommer oder Winter und der herbstliche Wald ist farbenprächtig und stimmungsvoll. Wenn es nicht gerade regnet, so wie heute.

Buntes Laub und Regentropfen auf WasseroberflächeZuerst war es nur ein Nieseln, das vom schon ziemlich schütteren Blätterdach einigermaßen abgehalten wurde. Nur bei einem gelegentlichen Windstoß habe ich eine regelrechte Dusche abbekommen. Später regnete es heftig.

Daheim dann eine heiße Dusche und anschließend Frühstück: Porridge mit Joghurt, Banane und Nüßen und ein starker Kaffee. Und viel Wasser.

Am Nachmittag werde ich mich dann an die Nähmaschine setzen und an meinem aktuellen Großprojekt weiterarbeiten. Es ist eine kleine Sensation, denn ich nähe nicht für mich, sondern für Mademoiselle! Abends gehen Herr L. und ich ins Konzert: Anoushka Shankar.

Tessuti Sidney Jacket

Der Herbst ist heuer plötzlich und mit überraschender Kälte gekommen. Ich hatte eigentlich noch ein paar Sommerkleidungsstücke auf meiner Nähliste. Ein oder zwei begonnene Projekte habe ich noch durchgezogen, obwohl ich sie heuer kaum mehr werde tragen können. Dann war es so kalt, dass mir selbst meine Herbstnähpläne überflüssig vorgekommen sind.

Jetzt haben wir doch noch einen goldenen Herbst. Deshalb habe ich die Daunenjacke wieder im Schrank verstaut und mir schnell ein Sidney Jacket genäht. Das Sidney Jacket von Tessuti Fabrics ist 2015 in den Nähblogs aufgetaucht. Ich habe das Schnittmuster damals gleich gekauft und seither lag es als ewiges „nächstes Projekt“ auf meinem Nähtisch.

Es fehlte der passende Stoff – und in Wahrheit auch die passende Jahreszeit oder Gelegenheit für ein Kleidungsstück, das im wesentlichen eine schnell zusammengenähte Decke ist. Den passenden Stoff habe ich vor ein paar Wochen in Linz gefunden und Herr L. war so liebenswürdig, ihn mir zu schenken: ein wunderschöner, federleichter Kaschmir-Wollstrick. Das schönste, edelste und teuerste Material, das ich jemals vernäht habe!

An dieser Stelle möchte ich eine warme Empfehlung für das Stoffgeschäft Anton Baumgartner in der Linzer Landstraße aussprechen: schöne Stoffe in ausgezeichneter Qualität (mit entsprechendem Preis) und ein freundlicher, kompetenter Service! Überhaupt ist Linz einen Besuch wert, vor allem das Lentos Kunstmuseum mit hervorragend kuratierten Ausstellungen. Derzeit läuft STERNE – Kosmische Kunst von 1900 bis heute (bis 14. Jänner 2018) mit ein paar sehr unterhaltsamen Kunstwerken, zum Beispiel dem Stück für sieben Bildschirme von Teresa Präauer.  Leider nur mehr eine Woche lang (bis 22. Oktober) ist die Rauminszenierung TURNTON DOCKLANDS von Time’s Up zu sehen: eine mögliche Zukunft, angesiedelt im Jahr 2047, die trotz in der Zwischenzeit eingetretener politischer und Umweltkatastrophen positiv und optimistisch ist. Wer noch Gelegenheit hat, sollte sich das unbedingt ansehen!

Zurück zu Sidney Jacket! Der Mantel ist schnell genäht. Gesäumt werden muss nichts, da das Jacket aus gewalkter Wolle genäht wird. Etwas unsicher war ich anfangs wegen der offenen Verarbeitung der Nähte: Dabei werden die Stoffkanten 1 cm weit übereinander gelegt und in der Mitte der Überlappung die Naht gesetzt. Ich habe mir zur Unterstützung an der unten liegenden Stofflage die Überlappung markiert. So ging das Nähen dann sehr flink.

Bei strahlendem Herbstwetter habe ich heute das Sidney Jacket ausgeführt und viele Komplimente erhalten: „Glamourös und schick! Wie ein Filmstar!“ Ein Filmstar hätte aber sicher einen dienstbaren Geist, der die Hahnenfuss-Samen von der Jacke abklauben würde, bevor Fotos gemacht werden.

Die Fakten
Schnittmuster: Sidney Jacket von Tessuti Fabrics
Größe: XS (Schnittmuster von Tessuti Fabrics fallen großzügig aus!)
Stoff: Kaschmir-Wolle-Mischung, gewalkt
Zubehör: Nähgarn
Nähdauer: ca. 3 Stunden inkl. Zuschnitt
Fazit: Allein wegen des edlen Stoffes muss das ein Lieblingsstück werden!

Gelbes Laub gegen blauen Himmel

Pyjamas – lang & kurz

Pyjamahosen sind sehr befriedigende Nähprojekte, finde ich! Sie sind einfach und schnell zu nähen, kaum passformsensibel und benötigen wenig Material. Und sie sind praktische Kleidungsstücke, die wirklich Nacht für Nacht getragen werden! Zumindest gilt das für die Pyjamahosen, die ich in den letzten Wochen genäht habe. Ich hatte Mühe, alle vier Teile in ansehnlichem, gewaschenen und einigermaßen faltenfreien Zustand für die Fotos parat zu haben.  (In Wahrheit fehlt eine, die fünfte – oder eigentlich die erste, die Pilotversion der langen Pyjamahose. Die ist derzeit in Gebrauch …)

Mein bevorzugtes Schnittmuster für eine schnelle und bequeme Pyjamahose ist aus der Zeitschrift Meine Nähmode 5/2014 (= Simplicity 9505, ein offenbar nicht mehr lieferbarer Schnitt). Die Hose hat nur ein Schnittteil, besitzt daher keine Seitennähte. Pyjama Nr. 1 (oben) ist aus einem sehr girly-haften, wild gemusterten Baumwollstoff, der vor etwa zwei Jahrzehnten als Vorhang das Kinderzimmer meiner Tochter zierte. Pyjama Nr. 2 (unten) ist aus einem zartlila Quiltstoff aus Baumwolle.

Die Hose ist super schnell genäht – inklusive Zuschnitt brauche sogar ich als Nähschnecke keine Stunde dafür.

Fast genauso schnell sind die City Gym Shorts geschneidert. Diese Shorts habe ich schon einmal für meine Tochter genäht. Bei diesem Schnittmuster sind nur die Einfassungen mit Schrägband ein bisschen aufwändig. Varinate Nr. 1 ist etwas zu groß geraten (Größe L) und sitzt luftig, was aber nicht wirklich stört.

Für Varinate Nr. 2 habe ich Größe M gewählt. Diese Shorts sitzen knapper, aber durch den weichen Stoff trotzdem bequem. Beide Hosen sind übrigens aus Baumwolle: Varinate Nr. 1 aus dichter gewebter Popeline mit selbstgemachtem Schrägband in hellblauem Vichykaro, Varinate Nr. 2 aus einem weichen Quiltstoff mit gekauftem weißen Schrägband.

Beide Shorts haben mir in diesem Sommer schon treue Dienste geleistet – nicht nur als Schlafkleidung, sondern auch beim Yoga, auf dem Weg zum Pool, bei der Gartenarbeit oder einfach zum Rumlümmeln auf dem Sofa.

Die Pyjamahosen haben Maschinenstickerei als Markierung an der hinteren Bundinnenseite, damit ich sie nicht versehentlich verkehrt herum anziehe. Die zartlila Hose hat wegen Stoffmangels am Beinabschluss Bündchen in einem farblich passenden Streifenstoff.

Die Fakten
Schnittmuster Pyjamahose: Meine Nähmode 5/2014, d.h. Simplicity 9505
Größe: Im Heft steht als kleinste Größe 40/42 zur Verfügung; ich habe entsprechend meinen Maßen auf ca. Größe 38 verkleinert.
Stoffe & Zubehör: leichte Baumwollstoffe, Nähgarn, Gummiband für den Bund.

Schnittmuster Shorts: City Gym Shorts von Purl Soho (PDF-Download gratis)
Größe: Varinate Nr. 1 ist Größe M, Variante Nr. 2 ist Größe S.
Stoffe & Zubehör: leichte Baumwollstoffe, Nähgarn, Schrägband, Gummiband für den Bund.

Apropos Pyjamas:
Witness2Fashion hat einen interessanten Beitrag über Pyjamas in den 1920er Jahren, die nicht nur als Schlafbekleidung en vogue waren. Und Amercian Age of Fashion schreibt darüber, wie dieser Trend etwa ein Jahrzehnt später auch im Modeangebot des Versandhandels angekommen ist: “Work in them, sleep in them, they are always comfortable.”

Wenn Plan A schief geht

Nicht jedes Nähvorhaben kommt zu einem befriedigendem Ergebnis. (Mich würde interessieren, in welchem Verhältnis geglückte Projekte und Fehlschläge stehen – 4:1 vielleicht? Ich habe das bisher nicht festgehalten und vielleicht ist es auch besser, das nicht genau zu wissen.) Für gewöhnlich gehe ich davon aus, dass das Scheitern an mir liegt: an schlampiger Arbeit, nicht vorhandenen Kenntnissen in Schnittkonstruktion oder mangelndem Nähgeschick. Bei der Rae Tunic von Style Arc bin ich mir nicht sicher, ob der Fehlschlag nicht eher am Schnittmuster liegt.

Das Schnittmuster habe ich im vergangenen Winter als Geschenk zu einer Bestellung bei Style Arc dazu bekommen. Rae Tunic ist ein einfaches Shirt mit angeschnittenen Ärmeln, gerundetem Saum und Schlitzen an den Schultern für einen „Cold-Shoulder-Look“. Style Arc bietet zu allen Schnittmustern lediglich Zeichnungen an, keine Fotos vom tatsächlich genähten Kleidungsstück. Ich bin sicher (oder hoffe es zumindest), dass die Designer/innen ihre Entwürfe auch zur Probe nähen. Warum dann keine Fotos gezeigt werden, verstehe ich allerdings nicht. Denn eine Zeichnung ist maximal eine gute Annäherung, im schlimmsten Fall reine Fantasie.

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Bei Rae unterscheidet sich das tatsächlich genähte Shirt ziemlich stark von der Zeichnung:

  • Das Shirt ist in Wirklichkeit sehr lose und vor allem im Brustbereich sehr weit. Zur Hüfte hin wird es enger. Es hat insgesamt eine ausgeprägte V-Form; auf der technischen Zeichnung sieht es eher gerade geschnitten aus.
  • Die Ärmel sind sehr weit und fledermaus-mäßig geschnitten. Sie sind außerdem viel länger als nach der Zeichnung zu vermuten: Sie reichen bis zum Ellbogen und nicht nur bis zum halben Oberarm.
  • Die Ärmelschlitze werden mit einfachem Umschlagen gesäumt und sind zudem viel länger als die Abbildung erwarten lässt. Zumindest bei meinem leichten Stoff haben die Kanten der Schlitze dazu geneigt, unschön nach außen zu aufzuklappen.
  • Der Ausschnitt ist riesig. Der laut Schnittmuster vorgesehene Knopfverschluss im Nacken ist definitiv nicht nötig.

Ich habe keine Bilder von dem missglückten Shirt gemacht. Aber eine rasche Google-Suche liefert Fotos von mehreren Näherinnen, die Rae Tunic umgesetzt haben. Und fast immer sehe ich die selben Probleme, die auch ich mit diesem Shirt hatte.

… dann eben Plan B
Es war relativ früh im Nähprozess klar, dass es mit Rae nichts werden wird; ich habe sehr schnell auf Plan B umgeschwenkt: das Kimonotop aus Ottobre-Magazin 2/2016 (schon einmal genäht und hier gezeigt).

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Im Gegensatz zu Rae ist das Kimonotop wirklich gerade geschnitten, hat aber Brustabnäher, die ein bisschen Form geben. Die Ärmel sind wie bei Rae angeschnitten, aber kurz und keineswegs so weit, dass die Unterwäsche sichtbar wird, sobald man den Arm hebt.

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Von Rae übernommen habe ich die Länge und den gerundeten Saum. Das Kimonotop ist im Original relativ kurz geschnitten und hat einen geraden Saum. Mir gefällt das Top mit dieser Länge und dem geschwungenen Abschluss aber sehr gut.

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Der Halsausschnitt ist mit einen Schrägband aus dem gleichen Stoff versäubert. Ein Verschluss ist nicht nötig. An den Ärmeln und am Saum habe ich die Stoffkante zweimal schmal umgeschlagen und festgesteppt.

Der Stoff stammt aus dem riesigen Stofflager meiner Schwiegermutter. Sie war zu ihrer Zeit eine geschickte und ambitionierte Hobby-Schneiderin, ist aber seit vielen Jahren nicht mehr in der Lage, an der Nähmaschine zu sitzen. Der Stoff mit dem blauen Wellenmuster ist wahrscheinlich Jahrzehnte alt. Die Zusammensetzung kenne ich nicht; der Stoff hat eine Struktur wie Crepe und fühlt sich nach Viskose an. Er fällt sehr weich und schön, beim Nähen neigt er aber dazu sich zu dehnen, wenn man nicht acht gibt. Meine Schwiegermutter hat immer auf gute Stoffqualität wert gelegt, also ist wahrscheinlich auch dieser Crepe aus exquisitem Material.

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Das Rae-Kimonotop trägt sich ausgezeichnet zu schmalen Hosen, aber auch zu Shorts wie hier zu den Burda-Shorts aus dem Vorjahr.

Die Fakten
Schnittmuster: Hybrid aus Rae Tunic von Style Arc und Kimonotop, Modell 13 aus Ottobre-Magazin 2/2016
Größe: 10 (Australien) bzw. 38 (EU)
Stoff: Viskose-Crepe (?)
Zubehör: Nähgarn
Fazit: Ein schönes, luftiges Blusenshirt, das ich diesen Sommer noch viel tragen werde. Das Kimono-Top nähe ich sicher wieder – egal mit welcher Saumlösung. Das Schnittmuster Rae Tunic werde ich nicht mehr verwenden.

Langsam laufen, bevor es richtig heiß wird

Laufen ist derzeit nur früh am Morgen möglich, wenn die Temperaturen noch erträglich sind. Angenehme 22° hatte es heute um 5.46 Uhr, als ich zu einem kurzen Lauf gestartet bin.

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Es fällt mir nicht leicht, mich so zeitig am Tag zu sportlichen Aktivitäten aufzuraffen. Die Zeit ist knapp: laufen, duschen, frühstücken und ab in die Arbeit. Eine ehrgeizige Läuferin bin ich ohnehin nicht; ich bin alt und langsam und das ist okay. Aber ich merke, wie gut das Laufen für meine mentale und körperliche Gesundheit ist. Und ausprobieren möchte ich doch, was mir mit meinen 53 Jahren, nach Jahrzehnten mit sehr wenig sportlicher Betätigung, noch möglich ist. Da quäle ich mich halt ab und zu bei Sonnenaufgang aus dem Bett und in die Laufschuhe.

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Später bricht die Sonne durch das Blätterdach und es wird rasch deutlich wärmer.

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Rock mit Gummibund

Easy, d.h. einfach zu nähen und einfach anzuziehen – so wird dieses New Look-Schnittmuster auf der Website beworben. Und das stimmt.

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Der Rock hat vorn einen flachen Bund, an den das Rockteil angekräuselt wird. Hinten ist im Bund ein Gummiband eingezogen. Das sieht in der Rückenansicht nicht besonders gut aus; mit Gürtel ist das aber kein Problem.

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Der Rock hat Taschen – und zwar wirklich gut konstruierte Taschen. Die Beutel hängen nicht einfach lose an der Innenseite des Kleidungsstücks (wie bei diesem Kleid), sondern werden im vordern Bund mitgefasst. Dadurch liegen sie flach und immer richtig. Form und Größe der Taschenbeutel sind außerdem sehr angenehm. Und verführen dazu, ständig die Hände hineinzustecken – wie man sieht.

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Mein Stoff ist ein billiger Polyestercrepe von Buttinette. Er war nicht einfach zu vernähen, wollte sich nur schwer in die Form des Kleidungsstücks fügen. Der fertige Rock ist aber ganz angenehm zu tragen. Trotzdem werde ich diese Stoffqualität in Zukunft meiden.

Das Schnittmuster kommt in zwei Längen, doch selbst die kürzere Variante reichte bei meiner Durchschnittsgröße von 1,68m deutlich übers Knie. Das ist eine Rocklänge, die mir an anderen ab und zu durchaus gefällt, mir selbst aber gar nicht steht. Deshalb habe ich den Rock um etwa 15 cm gekürzt.

Von vorn ist der Bund auch ohne Gürtel ganz ansehnlich. Die schwarze Bluse ist übrigens Modell Nr. 5 aus Ottobre 2/2006.

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Die Fakten
Schnittmuster: Modell 41-43 aus Meine Nähmode 2/2017, entspricht New Look 6437
Größe: 38
Stoff: Crepe aus 100% Polyester
Zubehör: Nähgarn, Gummiband 3 cm breit.
Änderungen/Anpassungen: Rocklänge um ca. 15 cm gekürzt.
Fazit: Bequemer und praktischer Rock. Der Gummizugbund an der Rückseite ist aber kein optisches Highlight.

Die Schürze

Gestern habe ich eine Schürze genäht.

Als ich noch jung und dumm war, hielt ich Schürzen für altmodisch und überflüssig. Heute bin ich alt und weise und verwende, nachdem ich einige Kleidungsstücke wegen bleibender Flecken entsorgen musste, immer eine Schürze, wenn ich koche. Ich habe sogar eine Lieblingsschürze: Sie stammt ursprünglich von Ikea, ist inzwischen mehr als 15 Jahre alt und bedeckt meine Vorderseite komfortabel vom Halsausschnitt bis zum Knie. Seit mehreren Jahren will ich diese Schürze kopieren, konnte mich aber nicht dazu aufraffen.
Bis gestern …

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Offenbar habe ich mir das viel zu umständlich vorgestellt: Ich dachte, ich müsste von der Originalschürze ein Schnittmuster abzeichnen. Gar nicht nötig! Einfach Stoff und Schürze im Bruch falten, die gefaltete Schürze auf den Stoff legen und drumherum mit einer großzügigen Saumzugabe zuschneiden.

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Schürze und Bänder sind aus zwei verschiedenen Baumwollstoffen. Die Bindebänder sind jeweils 110 cm lang, das Band um den Nacken ist 54 cm; in allen Längen sind jeweils 5 cm Untertritt zum Befestigen an der Schürze enthalten. Die zugeschnittene Breite ist 8 cm; die Bänder werden 2x gefaltet und sind dadurch am Ende ca. 2,5 cm breit.

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Fazit: Keine Hexerei! In weniger als einer Stunde war die Schürze fertig.