MMM Nr. 3/2014

Es gibt ja kein Problem mit dem „Internet“, für das die Lösung nicht in demselben Internet gefunden werden kann! Heute zum Beispiel konnte ich plötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund keine Bilder mehr in meine Blogbeiträge einfügen. Nicht wirklich praktisch für einen Nähblog … Aber mit einem Web-Problem ist man ja niemals allein und fast immer hat das Problem irgendjemand schon gelöst. Deshalb gibt es hier doch ein Bild von meinem MMM-Outfit!

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Heute trage ich „Old School Teacher„, ein schönes Kleid, das ich, wenn ich es recht bedenke, viel zu selten aus dem Schrank hole. Vielleicht, weil ich den Reißverschluss am Rücken nicht mag: Ich muss mich immer verrenken und herumhampeln, um den Zipp zu schließen. Oder ich muss jemanden um Hilfe bitten – als ob ich ein Kleinkind wäre, das sich nicht allein anziehen kann! Da mühe ich mich lieber selber! Doch „Old School Teacher“ ist, stelle ich fest, ein bisschen Kampf und Gewurschtel wert.

All die anderen MeMadeMittwoch-Frauen schlängeln sich sicher anmutig und problemlos in ihre schönen, neuen Kleider!

MMM Nr. 2/2014

Keine Zeit, keine Lust und viel zu viele Ideen, daher hat meine Nähmaschine zur Zeit Pause. (Ja, zu viele Ideen hemmen!) Heute trage ich das Kostüm vom Frühjahr 2013. Mit Ringelshirt und schon am Morgen nicht ganz faltenfrei. Erste Erkenntnis: Ich bügle schlampig.

mmm220114_1Zweite Erkenntnis: Nirgendwo in unserem Haus ist es einigermaßen hell, wenn es draußen stockfinster ist. So wie um 7 Uhr früh, bei Schneeregen. Wir mögen es anscheinend schummrig.

mmm220114_2Deshalb ist auf den Bildern leider nicht viel mehr zu erkennen, als dass ich große Füße habe. Wie machen das die anderen MMM-TeilnehmerInnen? Wo nehmen sie ihre Bilder auf? Wo kriegen sie Licht her? Das muss ich mir gleich einmal genau ansehen: > MeMadeMittwoch!

MMM ganz schlicht

Auf dem Sprung zwischen Zahnarztbesuch und Aufbruch ins Büro hier mein aktuelles Lieblingskleid Vogue 8764 – schon leicht zerknittert und unvermeidlich schlecht belichtet:

mmm150114_Nach diesem Schnitt habe ich bereits ein spätsommerliches Mousselinekleid genäht. Ich mag das Schlichte und Unaufgeregte dieses Designs. Zusammen mit dem sehr schönen Wollstoff in unspektakulärem Mittelgrau ist daraus ein Kleid von feinem Understatement entstanden.

In letzter Zeit habe ich über die ideale Ärmellänge von Winterkleidern nachgedacht. Lange Zeit war es für mich klar: Sommerkleider – kurze Ärmel; Winterkleider – lange Ärmel (oder gelegentlich auch 3/4-Ärmel, obwohl ich keine eindeutige Meinung zu dieser Ärmellänge hatte). Bis mir bewusst wurde, dass ich zu Winterkleidern eigentlich fast immer eine Jacke trage. Und unter Jacken sind lange Ärmel nicht nötig, häufig sogar ausgesprochen unpraktisch.

mmm150114_1 Für das Understatment-Kleid habe ich kurze Ärmel gewählt und das hat sich bisher sehr gut bewährt.

Was andere Selbernäherinnen mittwochs tragen, gibt es beim > MeMadeMittwoch zu sehen!

MMM im November

Vor rund einem Jahr habe ich wegen der Weihnachtskleidnäherei mit dem Bloggen begonnen. Grund genug, das damals entstandene Weihnachtskleid wieder einmal aus dem Schrank zu holen und zum MeMadeMittwoch auszuführen.

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Oft kommt es nämlich nicht an die frische Luft. Das liegt in erster Linie an der Ärmellösung. Die Ärmel sind wegen ihrer Fülle sehr strickjackenunfreundlich. Ohne Jacke ist es mir zu dieser Jahreszeit aber fast immer zu kalt.

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Ansonsten ist es kein schlechtes Kleid – schöne Farbe, schöner Stoff. Es hat allerdings einen Makel, den es mit vielen Simplicity-Kleidern teilt, nämlich die phantasielose Rückenkonstruktion. Meiner Meinung nach sind die Kleiderschnitte von Simplicity gelegentlich ein wenig effekthascherisch. Vorn sind sie sehr aufwändig gestaltet, drapiert, gerafft oder gefältelt, aber die Rückseite besteht nur aus zwei Teilen mit jeweils einem langen Taillenabnäher und einem Reißverschluss dazwischen. Das ist eine Konstruktion, die bei mir selten gut sitzt. Außerdem gefällt es mir nicht, wenn ein Kleid vorne eine (oder sogar mehrere) Quernähte hat und hinten nichts.

Heute würde ich einfach an der Rückseite eine Taillennaht einfügen und könnte damit gleich die Passformmängel ausgleichen. Vor einem Jahr kam mir das noch nicht in den Sinn. Und so sitzt das Weihnachtskleid 2012 am Rücken ein wenig sackartig. Aber mit Strickjacke sieht man das zum Glück nicht!

Mehr schönes Selbstgenähtes beim MeMadeMittwoch!

MMM mit Perfektem Herbst

Was braucht man für einen perfekten Herbst?

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Eine interessante Reise und den Wollwalkmantel „Perfect Autumn“ aus Ottobre 5/2012.

Den Mantel habe ich im Herbst 2012 genäht – aus einem eher billigem Wollwalk, der ungleichmäßig dick ist und zum Pillen neigt. Nicht nur wegen der ungünstigen Materialwahl ist der Mantel alles andere als perfekt! Die Kapuze zum Beispiel ist völlig überdimensioniert. Aufsetzen geht gar nicht, denn entweder rutscht sie über den Hinterkopf hinunter oder ich sehe nichts, weil sie übers Gesicht bis zum Kinn reicht. Der Mantel ist verschlusslos. Ottobre schlägt vor, ihn mit einer Kiltnadel zu schließen. Nun ja – man kann den Mantel irgendwo am Hals mit einer Kiltnadel zusammenheften. Aber darunter klafft er natürlich trotzdem auf. Das lässt sich schon wegen der schräg geschnittenen Vorderteile kaum vermeiden.

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Aber – ich liebe diesen Mantel! Ich habe ihn letzten Herbst bis tief in den Winter hinein getragen. Auch im Frühjahr war er mein treuer Begleiter. Und auch in diesem Herbst ist er unverzichtbar! Ja, der Mantel pillt, die Kapuze ist lächerlich und zumachen kann man ihn auch nicht. Aber er ist warm, unkompliziert, sieht gut aus und trägt sich wunderbar. Ich sehe es schon kommen, dass ich den Mantel noch einmal nähen muss, wenn der billige Walk endgültig auseinander fällt.

Die Fakten

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Schnitt: Perfect Autumn, Modell 18 aus Ottobre 5/2012
Stoff: Wollwalk in Taupe
Änderungen/Anpassungen: Ottobre-Schnitte passen mir meistens gut, so auch der Mantel. Einzige Änderung: Ich habe die Reißverschlüße an den Nahttaschen weggelassen.

Und fast hätte ich vergessen, auf den MeMadeMittwoch zu verweisen, wo viele Nähbegeisterte schöne, selbst genähte Kleidung präsentieren – angeführt von Wiebke, die wie ich gerade von einer Reise zurückgekommen ist.

Wieder einmal MMM

Irre ich mich oder gab es früherTM Jahreszeiten zwischen Sommer und Winter? Gab es nicht früherTM so etwas wie einen Altweibersommer, einen Goldenen September? Andererseits habe ich gerade nachgelesen, dass sich das Klima im Wiener Raum durch kurze heiße Sommer und lange kalte Winter auszeichnet. Von weiteren Jahreszeiten ist nicht die Rede. Das Klima gibt es allerdings nicht erst seit neulich, also müssen meine Erinnerungen trügen.

Wie auch immer es sich mit dem Klima verhalten mag, dass Wetter heute ist jedenfalls schon den ganzen Tag trübe und regnerisch. Morgens war wegen der Düsternis an Bilder, die einigermaßen aussagekräftig sind, nicht zu denken. Erst nach der Arbeit hatte ich Zeit für ein paar Fotos.

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Das Kleid ist genäht nach Modell 133B aus Burda 1/2013 – näheres zum Entstehungsprozess hier. Nachdem ich das Kleid einen Tag getragen habe, kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass es jemals ein Lieblingskleid sein wird. Ich kann Kleidungsstücke, die bei der kleinsten Bewegung rascheln, nicht ausstehen. Die Farbe, die auf den Bildern nur unzureichend wiedergegeben wird, gefällt mir aber ausnehmend gut. Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach (nicht raschelnden) Stoffen in diesem schönen Smaragdgrün. Bisher erfolgslos.

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Welche Farben andere Selbernäherinnen tragen, das gibt es beim MeMadeMittwoch zu sehen

 

MMM in Leinenhose

Zum letzten Mittwochstermin vor der Sommerpause eine schwarze Leinenhose und ein Sorbetto von Colette Patterns.

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Das Sorbetto habe ich schon vor einem Jahr genäht. Die Hose ist am letzten Wochenende entstanden. Es handelt sich um einen Schnitt von Zwischenmass, Hose Nr. 630001. Die Hose ist am Bein weit geschnitten, hat einen relativ hohen Bund und kleine Taschen.

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Geschlossen wird sie mit einem nahtverdeckten Reißverschluss an der Seite.

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Weil vor der MMM-Sommerpause leider der Sommer Pause macht, braucht es heute eine Strickjacke (gekauft).

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Zum MeMadeMittwoch und den anderen Frauen in schöner, selbstgemachter Kleidung geht es hier entlang. Und hier kommen die Fakten zur Hose.

Die Fakten
Schnitt: Zwischenmass Hose Nr. 630001
Stoff: schwarzes Leinen und ein Rest Futterstoff für die inneren Taschenbeutel
Änderungen/Anpassungen: Zwischenmass gibt die Größen nach dem Hüftumfang an. Ich habe Größe HU 109 gewählt, die Abnäher rundherum geringfügig mehr eingelegt – und die Hose passt perfekt! Außerdem habe ich etwas Weite in den Beinen herausgenommen (ca. 8 cm/Bein) und den Reißverschluss (planmäßig hinten) in die Seite verlegt.
Die Anleitungen zum Schnitt sind leider sehr dürftig. So war mir zum Beispiel nicht ganz klar, wie man die Taschen und die vorderen Abnäher, die zur Mitte ineinander übergehen, näht. Ich hab das nach einigem Herumprobieren so einigermaßen hinbekommen, zumindest schaut es richtig aus. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass die hinteren Hosenteile an den inneren Oberschenkeln unter Dampf gedehnt werden sollten. Wer das aber nicht tut, erlebt beim Aneinanderfügen der Passmarken von Vorder- und Hinterteil eine unangenehme Überraschung. Das Schnittmuster ist also nur zu empfehlen, wenn man schon etwas Erfahrung mit Hosen hat. Dann ist es allerdings ein sehr hübscher Schnitt!
Nähdauer: ca. 6 Stunden inkl. Schnitt kopieren und zuschneiden.